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THURGIE Energieberatung: Einmal komplett, statt häppchenweise

Wer ein älteres Haus besitzt, steht oft vor derselben Frage: sanieren oder neu bauen? Sandra E.* entschied sich für den Erhalt ihrer Liegenschaft – und verwandelte sie mit einer Kernsanierung in ein zeitgemässes Zuhause.

Sie war gerade 28 Jahre alt, als sich ihr 2018 die Gelegenheit bot, die Liegenschaft in der Gemeinde Aadorf von Bekannten zu erwerben. Sandra E. packte die Chance. Das 4½-Zimmer-Haus auf einem 865 Quadratmeter grossen Grundstück wurde 1965 errichtet und von den Vorbesitzenden in einem guten Zustand erhalten. Nennenswerte Sanierungen gab es nicht. Mit etwas frischer Farbe und einer neuen Küche blieb das Haus über die Jahre in einem gepflegten und ansprechenden Zustand. Die junge Eigentümerin vermietete das Haus, bis sie ihren Traum vom bewohnten Eigenheim verwirklichen durfte.

Sanieren oder neu bauen?

Im Sommer 2024 begann sie mit der Planung. Sandra E. arbeitete sich intensiv ins Thema ein: «Schon früh zeichnete sich für mich ab, dass ich die Liegenschaft sanieren wollte.», erklärt sie. Die Bestandesaufnahme zeigte: Einschalenmauerwerk, alte Fenster, generell fehlende Dämmung, veraltete Haustechnik, Ölheizung mit 7'500-Liter-Tank, kleine Räume und Halbgeschosse. «Ein Neubau wäre in der Planung sicher einfacher gewesen. Doch die Nachhaltigkeitsaspekte und der emotionale Wert waren mir wichtiger. Ich entschied mich deshalb für eine Kernsanierung.»

Frühe Beratung

Das Projekt wurde konkreter. «Ich wusste, dass es eine Energieberatung gibt, und fand auf der Webseite der Gemeinde Aadorf den entsprechenden Kontakt.» Sie vereinbarte einen Termin für die unabhängige und kostenlose Erstberatung der Thurgie AG. «Der Energieberater Michael Scheurer hat mich besucht, um meine Erwartungen abzuholen. Anschliessend haben wir das Objekt gemeinsam besichtigt», erinnert sie sich. «Ich habe viel mehr als nur Antworten auf meine Fragen erhalten. Die Beratung war kompetent, speditiv, unkompliziert und angenehm.»

«Der erfahrene Berater informierte über mögliche Subventionen des Förderprogramms des Kantons Thurgau und worauf ich bei der Planung achten sollte. Auf seinen Tipp hin habe ich den Ratgeber ‹Energiegerecht Sanieren› studiert.» Diskussionsthema war die Indach-Photovoltaikanlage. Kritische Stimmen bemängeln die leicht reduzierte Leistung aufgrund der fehlenden Hinterlüftung. Bei einer Anlage von 126 Quadratmetern fällt dieser Unterschied jedoch kaum ins Gewicht. Die Anlage auf dem Satteldach mit Ost-West-Ausrichtung leistet 26,4 kWp. Nun gilt es, den Eigenverbrauch möglichst hoch zu halten. Eine Batterie mit 12.6 kwh speichert den produzierten Strom und künftig ist die Anschaffung eines Elektrofahrzeuges mit allfälligem Energiespeicher geplant. Die Gründung einer lokalen Elektrizitätsgemeinschaft (LEG) innerhalb eines Quartiers oder der Gemeinde würde eine ebenso sinnvolle Verteilung des erzeugten Stroms ermöglichen. Einer etwas teureren Erdsonde zog sie eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Kühlfunktion (12 kW Leistung) vor. Ein Specksteinofen im Wohnbereich ist geplant und soll bei Bedarf zusätzlich wohnliche Wärme liefern.

Sanierung mit regionaler Handschrift

Im Juni 2025 lag die Baubewilligung vor. Das Gebäude wurde bis auf die tragenden Strukturen – Wände, Decken und Fundamente – entkernt. Der Dachstock wurde angehoben, um diesen Bereich nutzbar zu machen, und anschliessend komplett erneuert. Eine Aussendämmung mit Holzfassade sorgt heute für eine zeitgemässe Gebäudehülle. Ziel war es, die ursprüngliche Bausubstanz zu erhalten und das Gebäude in einen neuwertigen, energieeffizienten Zustand zu versetzen. Entstanden sind 6 ½ Zimmer, zwei Bäder und ein Gäste-WC.

Wo immer möglich setzte Sandra E. auf Handwerker aus der Region. Mit viel Eigenleistung bei der Planung, beim Rückbau und den Metallbauarbeiten, unterstützte die Familie die Bauherrin.


Das Objekt
EFH Baujahr 1965, genutzt als Familienzuhause inklusive einer Einnehmerei der TKB ab 1968.

Bisherige Sanierungen
Diverse Instandhaltungsarbeiten sowie Bad- und Küchensanierung

Aktuelles Projekt
Kernsanierung, Dachaufstockung, komplette energetische Modernisierung, Aussendämmung mit Holzfassade

THURGIE Energieberatung

  • Kostenlose Erstberatung im Wert vom 350 Franken, dank Kantonsbeitrag.
    • GEAK plus, der kantonale Gebäudeenergieausweis: Offizielle Dokumente, welche den Energieverbrauch im Einfamilienhaus in Klassen ausweisen im Wert von 2'900 Franken abzüglich des kantonalen Förderbeitrags von 1'000 Franken, nur 1'900 Franken.

    Das Einfamilienhaus vor der umfassenden Kernsanierung.

    Die energetisch modernisierte Liegenschaft mit neuer Holzfassade und Indach-Photovoltaikanlage.

    Die neue Haustechnik mit Luft-Wasser-Wärmepumpe bildet das Herzstück der energetischen Modernisierung.

    Kompakt geplant: Die Steuergeräte benötigen wenig Platz und lassen Raum für Waschmaschine und Tumbler.